Safran, Zimt, Kardomom, Farben und Düfte die verzaubern.

Es gibt Küchen, die mehr als andere unseren Gaumen betören und unsere Fantasie beflügeln: Persien ist die Heimat einer der ältesten Küchen der Welt, deren Grundprinzipien verblüffend modern sind - hochwertige, frische Zutaten, harmonisches Gleichgewicht der fruchtigen, sauren und salzigen Geschmacksnoten, langsames Garen, medizinische Ausgewogenheit. Sie richtet sich bis heute noch nach den Lehren Zarathustras. Er hat den Nahrungsmitteln und so auch den Speisen in ihrer Wirkungsweise "warme" oder "kalte" eigenschaften zugeordnet. Da den Menschen auch eine entweder "warme" oder "kalte" Natur innewohnt, holen sie sich essend, im Genuss, was ihnen zur Balance fehlt. Was wir heute unter der typischen persischen Küche verstehen, hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Sie gleicht durchaus der Küche ihrer Nachbarn in der Türkei und in den arabischen Ländern, dennoch bewahrt sie ihren eigenen unverkennbaren Stil. Die unnachahmlichen Reisgerichte, die Vorliebe für süßsaure Speisen, die Kombination von Fleisch mit Früchten, mit nur mäßiger Verwendung von Knoblauch und dem virtuose Umgang mit Gewürzen und deren Mischung ohne dabei die Schärfe der indischen oder arabischen Küche erreichen zu wollen. Die meisten Gerichte werden über Stunden geschmort oder bedürfen eine vorbereitung über Tage. Deshalb bereitet sie auch unvergleichliche Genüsse, apostrophierte sogar als "die französische Küche des Orients".

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© Amir Hosseini